autismus Stuttgart e.V.,
Regionalverband zur Förderung von autistischen Menschen

Aufgaben

Nach der Satzung: 

Aufgabe und Zweck des Vereins ist es, alles zu tun oder zu fördern, was Autisten hilft, ihre Fähigkeiten besser zu entfalten, möglichst gesund und glücklich zu sein und in unserer Gesellschaft einen sinnvollen Platz zu finden.

Dazu gehört z.B.:

1. Elternarbeit
2. Erfahrungsaustausch mit Fachleuten
3. Wir sind im Austausch mit Behörden und Institutionen
4. Fortbildungen und Fachtage für Eltern und Fachleute
5. Ehrenamtliche Beratung durch erfahrene Eltern

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Ziele

Autistische Menschen verstehen lernen!

Das ist unser Motto und ein wichtiges Ziel.

Dieses Motto leitet und begleitet uns, wenn wir Informationsmaterial sammeln und erarbeiten, das wir an Interessenten verteilen bzw. gegen eine Spende abgeben.

Dieses Motto spielt auch in unserer Therapie- und Beratungsstelle, die verschiedene Therapieangebote für autistische Kinder und Erwachsene und Beratung für Bezugspersonen anbietet, eine Rolle.

Wir beschäftigen uns außerdem mit Fachliteratur zum Thema Autismus und mit jeglicher Form von Selbstäußerungen autistischer Menschen.

Wir bieten Eltern und anderen Bezugspersonen autistischer Menschen Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterbildung an.

Wir weisen die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft auf die besonderen Probleme und Bedürfnisse autistischer Menschen hin und wollen uns dafür einsetzen, dass genügend geeignete Förder-, Schul-, Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten flächendeckend zur Verfügung stehen.

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Angebote und Vorteile

Mitglied in unserem Verein zu sein, bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung, und bei einigen Angeboten auch günstigere finanzielle Konditionen. Im Verein bildet sich durch die verschiedenen Erfahrungshorizonte der Mitglieder ein großer Ideen- und Informationspool. Der Umgang damit sollte von einer Einstellung des Gebens und Nehmens geprägt sein. Wir freuen uns sehr, wenn wir weiterhelfen können, sind aber auch dankbar über jede weiterführende Information, Anregung, Kritik und besonders für konstruktive Mitarbeit.

Autismus - Therapie- und Beratungszentrum

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Familienentlastender Dienst

Freiwilliges Soziales Jahr beim Verein zur Förderung von autistischen Menschen e.V., Stuttgart

Es besteht die Möglichkeit, beim Verein zur Förderung von autistischen Menschen e.V. ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) abzuleisten. Die Tätigkeit besteht fast ausschließlich in der Entlastung von Familien mit einem autistischen Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen. Konkret heißt dies, dass sich die Betreuer vom FSJ für zwei bis drei Stunden um die betreffende autistische Person kümmern. Freizeitgestaltung und sportliche Aktivitäten spielen dabei eine große Rolle. Was im Einzelnen mit der jeweiligen Person unternommen wird, hängt von den Wünschen der Eltern und den Möglichkeiten und Fähigkeiten der zu betreuenden Person ab.

Die Mitarbeiter im FSJ sind nicht in einer Einrichtung tätig, sondern begeben sich direkt in die Familien, die in Stuttgart und Umgebung (z.B. auf den Fildern) wohnen. Für die Fahrten steht ein Dienstwagen zur Verfügung, der für den Weg zur und von der Arbeit genutzt werden darf. Der Führerschein ist also unabdingbar.

Es besteht das Angebot einer Supervision durch eine Psychologin des Vereins, so dass Fragen und Probleme, die während der Tätigkeit auftreten, besprochen werden können.
Die Betreuer im FSJ sollten weiterhin zu Hause wohnen können und im Großraum Stuttgart zu Hause sein.

maz (at) autismusstuttgart de


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Ein persönlicher Erfahrungsbericht:

FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) statt Zivildienst

Julian Zöller arbeitet inzwischen als Heilerziehungspfleger in einer Wohneinrichtung für autistische Menschen.

"Mein Name ist Julian Zöller, ich bin 18 Jahre alt und bin seit einem halben Jahr der "Zivi" des Vereins. Ich habe mich für 12 Monate FSJ statt 9 Monate Zivildienst entschieden, und ich bereue es nicht.

Zunächst einmal will ich von meiner Arbeit berichten. Ich bin im ambulanten familienentlastenden Dienst (FED) tätig. Ich betreue Autisten im Alter von 6-40 Jahren und bin richtig fit dabei geworden. Es ist nämlich viel Sportliches dabei. Zu den einzelnen Diensten fahre ich mit dem Vereinsauto. Jeder Tag beginnt mit 2 Stunden Wandern. Immer mit einem 40 Jährigen Autisten namens D. Er braucht das, und ich brauche das mittlerweile auch. Gelaufen wird auch mit anderen, aber da es Kinder sind, meist nur eine Stunde und danach wird gespielt. Das kann von Rumtoben über Steckspiele und Eisenbahnbauen alles sein, je nach Fähigkeiten und Verfassung des Kindes. Ein Highlight der Woche ist der Dienst mit der 13 Jährigen L., da geht es nämlich zu einer Behindertensportgruppe. Das ist immer ein Spaß für alle Beteiligten und auch der einzige Dienst mit Kollegen, die ihren Zivildienst bei einer örtlichen Schule ableisten. Auch Schwimmen steht auf dem Programm. Im Hallenbad von Sonnenberg kennt man den 38 jährigen S. und mich schon ganz genau und weiß über seine Marotten Bescheid. Das klingt jetzt alles etwas banal, aber das ist es ganz bestimmt nicht. Denn bei Autisten hat man es mit besonderen Menschen zu tun und dementsprechend sind auch die Tätigkeiten anders, als man sie vielleicht kennt.

Nun zu den persönlichen Vorteilen. Man lernt bei dieser Arbeit so viel fürs Miteinander, entwickelt große Empathie und eine riesen Geduld.

Was man bei der Beschreibung wohl kaum denken würde, man lernt richtig gut Autofahren. Ich fahre gut 400 Kilometer die Woche und bin, obwohl ich den Führerschein erst gerade so beim Dienstantritt hatte, ein richtig sicherer Fahrer. Was mir die Arbeit am meisten gebracht hat, ist Gewissheit, Gewissheit, dass ich auch im Beruf mit behinderten Menschen arbeiten will. Praktischerweise wird das FSJ als Praxisjahr (z.B. für den Heilerziehungspfleger) anerkannt. Damit werden sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. FSJ und Praxisjahr in einem.


Interview Dietmar/ Maximilian nach 9 Monaten im FSJ


1.Warum hast du dich für diese Arbeit entschieden?

Für das FSJ habe ich mich ziemlich spontan entschieden. Ich hörte aus Erzählungen von einem Freund; wie die Arbeit im Autismus -Verein so ist. Diese Erzählungen weckten mein Interesse.


2. Was hast du gedacht, als du mich kennen gelernt hattest?

Ich hatte vorher nie mit Autisten zu tun. Da kommt ein normaler junger Mann die Treppe herunter und wirkt sehr interessiert, aber auch sehr unruhig. Er setze sich zu seiner Mutter und mir auf das Sofa und hörte gespannt dem Bewerbungsgespräch zu. Ich dachte zuerst daran, ob Dietmar eine besondere Fähigkeit besitzt, denn ich hatte von Inselbegabungen gehört. Doch welch tolle Fähigkeiten Dietmar besitzt, stellte sich schon bald heraus. 


3. Hältst du die Arbeit für wichtig?

Ich halte die Arbeit für sehr wichtig und weiß sie zu schätzen. Die Leute sind auf mich angewiesen. Jemand würde z.B. einen Termin beim Therapeuten verpassen, wenn ich nicht komme. Denen fällt manchmal die Decke auf den Kopf.


4 Was war dein schönstes Erlebnis im FSJ bis jetzt?

Ich hatte bis jetzt sehr viele schöne Erlebnisse im FSJ. Daher fällt es mir schwer, ein "schönstes" Erlebnis zu nennen. Für mich sind die schönsten Momente, wenn ein Betreuter lächelt   vor allem natürlich, wenn ich die Betreuten besuchen komme und sie schon voller Vorfreude  auf mich warten.


5. Was war das schlimmste Erlebnis?

Mein schlimmstes Erlebnis hatte ich mit Anna, als wir durch den Hohenheimer Park spazieren wollten. Sie stieg aus dem Auto aus und rannte schreiend in den Park hinein. Ich bin natürlich hinterher gerannt und probierte sie zu beruhigen, was mir nach kurzer Zeit auch sehr gut gelang. Die schwierige Situation war für mich nicht, Anna einzuholen oder sie zu beruhigen, sondern die Passanten. die im Park spazierten. Denn welch ein merkwürdiges Bild entsteht, wenn ein junger Mann ein Mädchen verfolgt und nicht von ihr weicht. obwohl sie schreit. 


6. Was wirst du nie vergessen?

Gerade so einen Situation wie mit Anna werde ich nie vergessen oder die schönen Momente mit den Betreuten.


7. Kannst du dich in autistische Menschen einfühlen?

Ich kann mich selbst sehr gut in autistische Menschen einfühlen, da ich selbst unter ADHS leide und diese Krankheiten sehr nah miteinander verwandt sind. Gerade was Reizüberflutungen betrifft, kann ich mich sehr gut in die Betreuten versetzen und dem- entsprechend handeln.



Wer sich für diese Arbeit interessiert, kontaktiere Marlies Zöller (0711/793516)."
maz (at) autismusstuttgart de

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Ehrenamtliche Beratung durch Mitarbeiter/Innen im Vorstand

Kontakte... 

Sozialtraining (Münchner Sozialtraining)

Soziales Gruppentraining für autistische Menschen

Autistische Menschen haben Anspruch zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Das Münchner Sozialtraining erhöht ihre Fähigkeit, kompetent in privaten und beruflichen Situationen zu handeln.

Autistische Menschen werden aufgrund ihrer Schwierigkeiten häufig ausgeschult, weil sie sich nicht in die Klasse eingliedern. Oder sie verlieren deswegen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Das Münchner Sozialtraining gibt Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung und fördert die Eingliederung in das Arbeitsleben.

Autistische Menschen sind erfahrungsgemäß wie der Durchschnitt auch im Erwachsenenalter lernfähig.

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Zielsetzung

Das Münchner Sozialtraining erhöht die Kompetenzen autistischer Menschen, da sie Kompensations-strategien erlernen, die die Folgen der Behinderung ausgleichen bzw. abmildern. Es wird als fortgesetztes Training durchgeführt, da die Teilnehmer erfahrungsgemäß sonst wieder allmählich die erworbenen Fähigkeiten verlieren.

Das Training

Das Münchner Sozialtraining ist ein heilpädagogisch orientiertes Training der sozialen, kommunikativen und lebenspraktischen Fähigkeiten.

Beispiele
Lebenspraktische Fähigkeiten wie:
- Umgang mit Geld
- Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
- Erledigen von Einkäufen
- Steigerung der Selbständigkeit im Alltag.

Soziale Fähigkeiten wie:
- Höflichkeit
- Initiative ergreifen
- Anpassung an verschiedene Anforderungen

Kommunikative Fähigkeiten wie:
- sich gegen unangemessene Anforderungen zu wehren (Geld, Sexualkontakte)
- angemessenes Antworten auf Fragen
- sich an einer sozialen Gruppe beteiligen lernen
- soziale Regeln lernen, Hierarchien erkennen (wer ist Kunde, Chef, Kollege) und angemessen zu reagieren.

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Das Münchner Sozialtraining ist ein spezialisiertes Training für autistische Menschen, da sie besonders schlecht nachahmen können. Ein wichtiger Aspekt ist das Training in einer homogen Behindertengruppe.

Es werden realistische Übungssituationen mit klar umgrenztem Übungsinhalt erprobt und dann im Alltag genutzt. Fortgeschrittene Teilnehmer erfüllen Aufgabenkombinationen. Es wird trainiert, sich auf verschiedene Handlungsabläufe einzulassen, damit die Neigung der Autisten zu Stereotypien verringert wird. Damit wird den Anforderungen der Schul- oder Arbeitssituation Rechnung getragen.
Sprach-, Sprech- und Intonationsübungen sind wichtiger Bestandteil des Trainings, um die Sprach- und Kommunikationsdefizite der Teilnehmer zu verringern.
Mit dem Münchner Sozialtraining liegen Erfahrungen seit 1995 vor. Dieses Training wird in verschiedenen Städten, derzeit z.B. in München, Stuttgart, Hermsdorf, Frankfurt, Nürnberg und Bremen angeboten.
Erfahrungsgemäß sind zwei Termine pro Monat die günstigste Variante. Die Gruppenstärke beträgt drei bis sechs Teilnehmer, Trainingsdauer pro Treffen zwei bis drei Vollstunden.
Das Training hat sich bewährt, die Teilnehmer erwerben in diesem Setting tatsächlich erheblich mehr Sozial- und Handlungskompetenz. Daher muss dieses Training auch vermehrt genutzt werden.

Olaf Gersbacher, Gernot Wührer
Termine Sozialtraining 

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Gesprächskreise, Elternstammtische, Asperger-Elterngruppe

Die Angebote Elternstammtische, Elterngruppe sind abgesehen vom eventuellen Verzehr im Restaurant kostenfrei. Die Teilnahme ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. Es bietet sich aber hier unter anderem auch die Möglichkeit, etwas vom Vereinsleben mitzubekommen. Termine 

Rundbrief für Vereinsmitglieder

Die letzten bisher veröffentlichen Rundbriefe können Sie hier einsehen. Derzeit gibt es keinen Rundbrief da sich kein Nachfolger für Frau Zöller, die bisher die Rundbriefe gestaltet hat, gefunden hat.

Nr. 31 hier

Nr. 30 hier 

Nr. 29 hier  

Nr. 28 hier  

Nr. 27  Dezember 2012,  hier  

Nr. 26 - Sommer 2012  hier

Nr. 25 - Frühjahr 2012, hier  

Versand von Informationsmaterial.

Autistische Menschen verstehen lernen I,
Stuttgart 1999, Neuauflage 2008, 5,00 €

Autistische Menschen verstehen lernen II, Erweiterte und aktualisierte Neuauflage, Stuttgart 2008
Je 5,00 €
1.Teil: Autistisches Verhalten aus der Sicht von Betroffenen. Erfahrungen mit Wahrnehmungsstörungen, Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen und Handlungseinschränkungen

2.Teil: Mit Beiträgen von Betroffenen. Gefühle, Beziehungen, Ich-Bewusstsein

Autistische Menschen stützen,
("Kleine") Schritte zu einem aktiven Austausch mit der Umwelt
Stuttgart, 2008, 5,00 €

Annäherungen
25 Jahre autistische Menschen verstehen lernen
Stuttgart 2003
2,50 €

Diese Broschüren erhalten Sie, zuzüglich der Versandkosten
bei Karin Unger
Tel.: 0711 - 7654591, vormittags, Anrufbeantworter

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Unterstützung der Vereinsarbeit

Sie können als aktives Mitglied viel Gutes bewirken und haben die Gelegenheit, selbst Neues oder für Ihr Kind wichtige Informationen zu erhalten. Sie sind ebenfalls herzlich eingeladen, die vielfältigen Aufgaben des Vereins für die Menschen mit Autismus zu fördern. Dazu haben Sie folgende Möglichkeiten:

Mitgliedschaft im Verein ,
Mitarbeit in Arbeitsgruppen
Hauskreise
Fördermitgliedschaft

Spenden:
Konto Nr. 2520306
bei der LBBW, BLZ 600 501 01

IBAN: DE11 600501010002520306
BIC: SOLADEST600

Hier können Sie eine Vereinfachte Zuwendungsbestätigung für Spenden bis 200,- € herunterladen.

Zuwendungsbestätigung autismus Stuttgart e.V.

Sachspenden nach Absprache

Benefizveranstaltungen zugunsten der Vereinsaktivitäten.

Wenn Sie Fragen haben zum Thema Unterstützung der Vereinsarbeit, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit:
Frau Helga Braun-Habscheid
Tel.: 0711 - 3400501
Fax: 0711 - 3400625
hbh (at) autismusstuttgart de

oder Frau Gerhild Tillmann
Tel.: 07154 - 24217
Fax: 07154 - 801033
gtm (at) autismusstuttgart de

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Geschichte

 Der Verein zur Förderung von autistischen Menschen e. V. Stuttgart wurde 1978 von einer kleinen Gruppe engagierter Personen, denen das Problem der Autisten aus unterschiedlichen Gründen am Herzen lag, gegründet.

Vorsitzende des Vereins war von 1978 bis 2000 die Diplompsychologin Dr. Vera Antons.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten auch Vertreter der Lebenshilfe, so dass es von Anfang an nahe lag, sich auf Landesebene von der größeren und einflussreicheren Lebenshilfe vertreten zu lassen.

Wenn wir zurückblicken, stellen wir fest: Es hat sich etwas bewegt. Wir wissen heute viel mehr über die autistische Behinderung und die Chance, Therapeuten, Ärzte und Lehrer zu finden, die sich mit dieser Behinderung auskennen, ist größer geworden. Auch die Schulsituation hat sich in vielen Bereichen verbessert, und wir haben den Eindruck, dass es sich gelohnt hat, dass wir seit Mitte der 80-er Jahre immer wieder bei den Schulbehörden vorstellig geworden sind, um auf die besondere Problematik der autistischen Schüler hinzuweisen.

Die Therapie- und Beratungsstelle in der Trägerschaft des Vereins, deren Aufbau seinerzeit viele Kräfte gebunden hat, konnte 1986 ihre Arbeit aufnehmen und kann inzwischen auf viele Jahre erfolgreicher Arbeit zurückblicken.

Viele Gespräche mit verschiedenen Heimträgern und dem Landeswohlfahrtsverband, (der inzwischen aufgelöst wurde), in denen es darum ging, geeignete Heimplätze für autistische junge Menschen zu finden, führten nicht immer zu Lösungen, die uns zufrieden stellen konnten.

Trotz aller Unsicherheiten und Zweifel, die durch die gegenwärtige politische Situation aufgekommen sind, wollen wir zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wir wissen, dass wir den autistischen Menschen am besten helfen können, wenn wir sie in ihren Besonderheiten ernst nehmen. Es ist uns dabei wichtig, auf das zu hören, was die Betroffenen, sofern sie sich äußern können, selbst zu sagen haben.

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Leitbild des Autismus Deutschland e.V., Bundesverband zur Förderung autistischer Menschen e.V.

"Im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns steht der Mensch mit Autismus, seine Familie und das erweiterte Umfeld.

Wir orientieren uns an dem Kind, dem Jugendlichen, dem Erwachsenen mit seiner individuellen autistischen Störung, vor allem hinsichtlich seiner Bedürfnisse, Ressourcen und den Möglichkeiten seines sozialen Umfeldes:

-dazu gehört unsere jeweils erforderliche mit jahrzehntelanger Erfahrung angereicherte fachkompetente, umfassende, phasenweise nachbetreuende oder dauerhafte Unterstützung und Begleitung der Betroffenen, ihrer Familie, ihres Kindergartens, ihrer Schule, ihrer Werkstatt, ihrer Ausbildungs-, Arbeits-, Lebens- und Wohnumfelder.

-wir setzen uns für qualitative Lebensbedingungen aller Betroffenen ein; auch im Rahmen der Beratungs-, Fortbildungs-, Aufklärungs-, und Öffentlichkeitsarbeit und selbstverständlich auch innerhalb unserer politischen Mitwirkung.

-wir schaffen die Voraussetzung für eine kontinuierlich hohe Entfaltung der individuellen Persönlichkeit- auch wenn im Alltagsgeschehen oftmals nur ein geringes Maß an Selbständigkeit erreicht werden kann.

Die Vielschichtigkeit der autistischen Störungen erfordern bei der Begleitung Methodenvielfalt und Offenheit für neue Erkenntnisse.

Unsere Autismus-Therapie-Zentren (ATZ) verfolgen den ganzheitlichen Ansatz und bieten für den sehr spezifischen Personenkreis der Menschen mit Autismus eine multiprofessionelle Komplexleistung an.

Die Spezialisierung, Erfahrungs- und Fachkompetenz macht uns, die Vereinigung zur Förderung autistischer Menschen, mit seinen Einrichtungen zum unverzichtbaren Bestandteil unserer Sozialkultur und für Rat- und Hilfesuchende zur ersten Adresse für Menschen mit Autismus.

Unsere Ziele und Wertvorstellungen unterliegen einer fortlaufenden Reflexion."

Der Verein autismus Stuttgart e.V, Regionalverband zur Förderung von autistischen Menschen, ist Mitglied im "Autismus Deutschland e.V., Bundesverband zur Förderung von autistischen Menschen e.V."

Rothenbaumchaussee 15
20148 Hamburg
Tel.: 0 40 - 5 11 56 04
Fax: 0 40 - 5 11 08 13

Weitere Informationen über den Bundesverband und vielfältiges Informationsmaterial rund um das Therma Autismus erhalten Sie im Internet unter:

www.autismus.de 

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